Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 5.01.2017
Uhrzeit: gegen 19:00 Uhr
Wetter: Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite: dicke Schneeflocken fallen zu Tausenden auf die Erde und bedecken die Straßen, sodass die Räumdienste kaum mehr hinterherkommen. Es ist längst stockduster und nicht ein Funken Licht ist am Himmel zu erkennen. Es herrscht eine trockene, beißende Kälte. Die Temperatur liegt bei -6°.
Ausblick: Das Jahr hat endgültig begonnen. Die Schule geht bald wieder los, der Urlaub ist für die meisten Menschen vorüber, das wahre Leben geht weiter. Es ist wie in jedem jungen Jahr fraglich, ob die guten Vorsätze halten und ob die Welt wirklich eine Bessere werden kann.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Zwei deutsche Hubschrauber in Afghanistan beschossenAnzeigen
Im Norden Afghanistans sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr beschossen worden.

Die zwei Hubschrauber vom Typ CH-54 seien am Mittwoch auf dem Rückflug von Kundus nach Masar-i-Scharif mit Handfeuerwaffen attackiert worden, teilte die Bundeswehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Beide Hubschrauber konnten ihren Flug zum Bundeswehrcamp Marmal fortsetzen. Eine der beiden Maschinen sei getroffen worden, der Hubschrauber sei aber einsatzbereit.

In Masar-i-Scharif hatten islamistische Taliban-Kämpfer im vergangenen November das deutsche Konsulat angegriffen und das Gebäude so schwer beschädigt, dass es nicht mehr genutzt werden kann. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.
Obama trägt Trump Hausaufgaben aufAnzeigen
Machtwechsel in Amerika

Obama bedauerte, bei der Verschärfung der Waffengesetze nicht mehr Fortschritte gemacht zu haben. Waffengewalt sei eine „Epidemie, die täglich unser ganzes Land erfasst“, schrieb er. So seien allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt getötet worden, Millionen weitere Menschen seien Opfer von Angriffen, Raubüberfällen und anderen Straftaten geworden, bei denen eine Waffe im Spiel war. In derselben Zeit hätten „fast 200.000 unserer Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder mit einer Waffe Suizid begangen“.
Obama sprach sich zudem für alternative Strafen für kleinere Vergehen aus. In den vergangenen Monaten hatte er die Haftstrafen hunderter Gefangener umgewandelt, die meisten von ihnen hatten Drogendelikte begangen. Als Präsident gewährte Obama in mehr Fällen Strafnachlässe als alle elf Präsidenten vor ihm zusammen.
Der scheidende Präsident regte außerdem an, denjenigen Kriminellen, die ihre „Schuld an die Gesellschaft bezahlt“ hätten, das Wahlrecht zurückzugeben. Sein Amtsnachfolger Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Maskierte überfallen JuweliergeschäftAnzeigen
Zwei Unbekannte haben in Berlin-Pankow ein Juweliergeschäft überfallen. Die beiden maskierten Täter seien am frühen Donnerstagabend in das Geschäft gekommen und hätten die 48 Jahre alte Verkäuferin mit einem Schlagstock bedroht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten demnach Schmuck und Bargeld. Nachdem die Verkäuferin ihnen das ausgehändigt hatte, nahmen die Räuber der Frau auch noch ihr Portemonnaie ab. Verletzt wurde die 48-Jährige nicht. Die Täter entkamen mit der Beute. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur.
Brandenburg: Keine sichtbare Tattoos bei PolizistenAnzeigen
Während in Berlin Polizisten künftig ihre Tätowierungen auch offen tragen dürfen, soll es in Brandenburg hier keine Lockerung geben. „Tätowierungen, Piercings und andere künstliche (...) Hautveränderungen dürfen im Dienst nicht sichtbar sein”, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. Sie sind in geeigneter Weise abzudecken - „etwa durch Dienstkleidung oder Pflaster”. Die Vorschrift sei erst vor rund drei Jahren angepasst worden, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. „Die Regelung hat sich bislang auch bewährt”, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Freitag.
FotoAnzeigen
Winter in Berlin: Das ist der erste Schnee 2017Anzeigen
Die BSR ist im Dauer-Streu-Einsatz, die Unfälle im Berliner Umland häufen sich

Schnee und Eisglätte haben den Straßenverkehr in Brandenburg am Donnerstagmorgen teilweise erheblich beeinträchtigt. Im Berliner Stadtgebiet blieb ein Verkehrschaos aus. Die Berliner Stadtreinigung schickte zahlreiche Streuwagen zum Einsatz. Vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald war die Polizei in den Morgenstunden wegen zahlreicher Unfälle nahezu im Dauereinsatz. "Fast alle Unfälle gingen auf Glätte zurück" sagte ein Sprecher.

Der erste Schnee im neuen Jahr beschert aber auch Positives - bei Twitter zeigen Nutzer ihre Schnee-Bilder aus Berlin.
Fail beim Dschungelcamp: Der einzige Star ist jetzt schon rausAnzeigen
Das Abenteuer endete, bevor es überhaupt losging: Nastassja Kinski hat offenbar ihre Teilnahme am Dschungelcamp abgesagt.


Das berichtet die „Foto“-Zeitung. Die Schauspielerin wäre damit die erste Kandidatin, die vor Beginn der RTL-Show "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" einen Rückzieher gemacht hat.
Über den Hintergrund der Entscheidung von Klaus Kinskis Tochter ist laut „Foto“-Zeitung nichts bekannt. Fest stehe dagegen, wer ihren Platz einnimmt: Trash-Sternchen Kader Loth soll spontan in den Dschungel ziehen. Für Kinski wird die Absage teuer.
Denn RTL hat sich abgesichert und sieht bei Vertragsverletzungen Strafen vor. Bis zu 50.000 Euro Schadensersatz müssen Kandidaten, die freiwillig aussteigen zahlen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#81

Beitrag von Kratos » Do 31. Mai 2018, 08:32

Emmanuel Lesse - seine WG mit Justice und Viv

Es war schon wieder stockdunkel draußen, Schnee trieb vor dem Fenster, und wüsste er es nicht besser, so würde er erwarten, jeden Moment herauszufinden, dass sie doch am Nordpol gelandet waren. Aus Versehen.
Aber je dunkler es draußen war, desto gemütlicher war es nun einmal drin. Im Wohnzimmer neben ihm saßen Viv und Justice, und sie verbrachten einen dieser extrem seltenen Abende, an denen sie gemeinsam spielten. Oder genauer gesagt; etwas spielen wollten. Monopoly, Spiel des Lebens und Risiko waren bereits ausgeschieden. Eigentlich war das ja der Witz an der Sache, das endlose Ritual des "Auf-ein-Spiel-Zeigen" und darauf warten, dass es von den anderen zerrissen wurde. Er grinste, rückte im Sessel hin und her, und trank einen kleinen Schluck aus seiner Tasse, gefüllt mit dem warmen Kakao, der in einer großen Kanne auf dem Tisch stand.
"Also gut", sagte er. "Mensch ärgere dich nicht?"

Mark Karls - Zuhause mit Nick
Mark saß auf einem kleinen Schemel zwischen Fenster und Kamin. Auf der einen Seite spürte er den leichten Luftzug, der durch die Dichtung des Fensters zog, auf der anderen Seite knackte, leckte und wärmte das Feuer. Es gab nichts schöneres, als in Wintermonaten vor dem Kamin zu sitzen, der das Zimmer erhellte, und das ganze Haus mit Wärme versorgte. In seinen Händen hielt er ein Stück Holz und ein Messer, und während er immer wieder etwas Holz ab schnitzte, regneten die Holzspäne in einen Korb zwischen seinen Füßen. Mit ihnen würde er später das Feuer erneut anfachen können.
Er blickte zu Nick auf der Couch, der immer noch durchgefroren aussah, trotz der Wärme des Feuers, und der Tatsache, dass er schon beinahe eine Stunde wieder zuhause war.
"Bist du sicher, dass du keine Decke möchtest?", fragte Mark über das leise Prasseln des Feuers hinweg.
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Re: Puls der Zeit - Play

#82

Beitrag von Parsifal » Do 31. Mai 2018, 10:46

Henri Forrestier II in Renés Wohnung
bei René Belrosé

Natürlich hatten Franzosen stets Wein im eigenen Hause. Henri grinste seinem Cousin hinterher und ließ sich auf das Sofa nieder. Die Wärme sickerte allmählich in seinen Körper und machte ihn wieder munterer. Vor dem Fenster stand nur noch Dunkelheit und Henri war mehr als nur froh, heute nicht mehr da hinausgehen zu müssen. Aber der Januar war stets der kälteste und verschneiteste Monat, daher war das Wetter wenig verwunderlich. Manches veränderte eben auch die Klimaerwärmung nicht. Henri streckte die Arme über dem Kopf aus und spürte das vertraute Knacken in den Schultern. Manchmal war Dangeroux nicht einfach zu reiten, sodass seine Muskeln am Ende des Tages völlig ausgelaugt waren. Momentan war es fast ein Dauerzustand, denn das Pferd hatte anscheinend wenig Lust, durch den Schnee zu stapfen. Was natürlich auch zu gefährlich war - nur gefiel dem Tier die Reithalle auch nicht. Und somit war es jedes Mal ein Machtkampf. Henri lehnte den Kopf gegen das Sofa und wartete geduldig auf das Essen. Er wollte René ja keinen Stress bereiten, wenn er hier schon Gast war.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Henri

#83

Beitrag von Locksley » Fr 1. Jun 2018, 15:37

René brachte die Weingläser an den Tisch und lächelte seinem Cousin kurz zu, der es sich da schon gemütlich hatte. René wuselte zurück an den Herd und kontrollierte doppelt, ob er den Ofen ausgeschaltet hatte, immerhin sollte die Quiche darin nur warm bleiben und nicht verkohlen, während sie die Suppe aßen, welche er als nächste an den Tisch balancierte. Und frisches Baguette vom Bäcker seines Vertrauens durfte natürlich nicht fehlen.
„Wie waren deine Feiertage?“, begann René ein lockeres Gespräch und füllte ihre Teller mit der dampfenden Suppe, deren Geruch rasch sein Wohnzimmer füllte. René selbst feierte nicht mehr so wirklich mit dem Rest der Familie. Wenn sein Vater auch dabei war gab das meistens eh nur Stress und das wollte niemand. Die Leute, die ihm wichtig waren, wie zum Beispiel seine Mutter oder eben seinen Cousin, besuchte er einfach einzeln. Es war entspannter so und René verbrachte Weihnachten trotzdem nie alleine, dafür hatte man doch Freunde.
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Re: Puls der Zeit - Play

#84

Beitrag von Parsifal » So 3. Jun 2018, 13:40

Henri Forrestier II in Renés Wohnung
bei René Belrosé

Als René mit den Suppentellern kam, richtete Henri sich auf und ging zum Tisch hinüber. Sein Cousin hatte sich wirklich Mühe gegeben, ein schönes Mahl zu bereiten. Dabei war solche Mühe doch gar nicht nötig gewesen, immerhin waren sie Familie und nur zu zweit. Doch Henri ließ dies unkommentiert und setzte sich mit einem Lächeln an den Tisch. Die Suppe duftete köstlich. "Nicht besonders", antwortete Henri auf Renés Frage und hob nur kurz die Schultern. "Mit Dangeroux ist es etwas schwierig in letzter Zeit. Ihm gefällt das Wetter nicht. Und es ist auch viel zu kalt, um lange mit ihm zu arbeiten." Henri verstummte. René wollte mit Sicherheit keine Geschichten über sein Pferd hören. Vermutlich meinte er eher die Sache mit der Familie. "Entschuldige. Ich war bei Maman zum Weihnachtsessen." Und das waren eigentlich auch schon die Feiertage gewesen.
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Lora P. Warter | Zuhause | Alleine

#85

Beitrag von Nadelpelz » Sa 9. Jun 2018, 16:43

Lora fror bis auf die Knochen. Warum hatte sie denn auch erst so spät einkaufen gehen müssen? Am restlichen Tag war es zwar auch nicht gerade wärmer aber da hätte siewenigstens noch etwas Tageslicht gehabt anstatt Straßenlaternen. Sie ging hastig die Treppe zu ihrer kleinen Wohnung hoch. Dort verfrachtete sie die Einkaufstüten auf den Küchentisch, bevor sie Jacke und Schuhe auszog. Sie drehte die Heizung auf und machte sich daran die Einkäufe weg zu räumen. Was hatte sie sich eigentlich dabei gedacht, all das zu kaufen? Sie kochte doch sowieso so gut wie nie und vor allem kochte sie nicht so viel. Als sie alles weggeräumt hatte ging sie in ihr Schlafzimmer und kuscheltesich unter die Decke. Sie fror noch immer, obwohl die Luft angenehm war. Wahrscheinlich hatte sie sich eine Erkältung eingefangen.
Ha ha said the devil we're nearing home
Siehst du den Berg am Horizont? Das ist meine Heimat, die Heimat aller meinesgleichen. Zu diesem Berg musst du kommen, wenn der Wald in Flammen steht.
Ich werde dort auf dich warten.

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René Belrose || Seine Wohnung, bei Henri

#86

Beitrag von Locksley » Sa 16. Jun 2018, 08:07

Bei Henris Kommentar zu Dangeroux musste René unwillkürlich grinsen. Na da hatte es ja echt nicht lange gedauert, bis sein Cousin anfing, über sein Pferd zu reden. Nicht, dass es René störte. Er fand es immer schön, anderen Leuten zuzuhören, wenn sie über ein Thema redeten, dass ihnen wichtig war.
„Na da sind Dangeroux und ich mal einer Meinung“, antwortete er noch immer grinsend. Das Wetter war echt Mist.
Zu Henris nächsten Worten nickte er nur. Wobei das natürlich nichts war, wofür Henri sich entschuldigen musste. Wahrscheinlich kamen Henris Gründe nicht an die, von René ran, aber René zog es auch vor, dem Großteil ihrer Familie an Weihnachten nicht zu begegnen. Im Endeffekt würde er sich die Feiertage damit sowieso nur versauen.
„Ich habe übrigens das Buch durch, dass du mir geliehen hattest“, meinte René dann und wies zu einem der Stühle, als Henris ebenfalls zum Tisch kam. Er selbst setzte sich ebenfalls, das Essen hatte schon lange genug gewartet.
„Du hattest Recht, es hat mir gut gefallen. Auch, wenn ich wahrscheinlich dreimal so lange dafür gebrauchst habe, wie du.“
René las gerne, wie die gut gefüllten Regale in seinem Wohnzimmer auch bewiesen, aber er hatte eben häufig anderes, um nicht zu sagen besseres, zu tun. Da blieb nur ab und zu am Abend oder in der Bahn Zeit für ein gutes Buch.
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Re: Puls der Zeit - Play

#87

Beitrag von BrokenHabit » So 17. Jun 2018, 17:59

Justice Price || ihre WG
Bei Manu und Viv

In einer gemütlichen halb sitzenden, halb liegenden Position lümmelte Jus auf dem Sofa im Wohnzimmer ihrer WG. Sie hatte eine Decke über ihren Beinen ausgebreitet und beide Hände um die Tasse mit der heißen Schokolade gelegt. Ihre Augen waren halb geschlossen und ein zufriedener Ausdruck lag auf ihrem Gesicht. Sie mochte diese ruhigen Abende mit ihren Mitbewohnern und hatte sich fest vorgenommen, die Zeit, bevor sie wieder in die Uni musste, zu genießen. Und in solchen Momenten überkam sie wieder Dankbarkeit, dass sie sich so gut mit den anderen beiden verstand.
Bei diesem Gedanken wanderte ihr Blick zu Manu herüber und sie lächelte leicht, als sie an Neujahr dachte. Er war für sie da gewesen, als sie sich nicht so gut gefühlt hatte und der Ausflug nach draußen hatte ihr dann doch noch gefallen.
In diesem Moment begann er auch schon zu sprechen und schlug ein weiteres Spiel für den heutigen Abend vor: „Mensch ärgere dich nicht“.
„Aber wie sollen wir uns nicht ärgern, wenn wir noch immer unter der Last des Kapitalismus leben?“, fragte sie mit einem theatralischen Tonfall und einer leidvollen Miene. Diesen Ausdruck konnte sie allerdings nicht lange aufrechterhalten. Bereits nach ein paar Sekunden schlich sich ein Grinsen in ihre Züge. Es war klar, dass sie nur scherzte und jetzt nicht ernsthaft über dieses Thema reden wollte. Dafür war der Abend viel zu schön.
„Nein, also meinetwegen können wir das spielen. „Mensch ärgere dich nicht“ klingt gut.“ Tatsächlich hatte sie das schon recht lange nicht mehr gespielt und hätte mal wieder Lust drauf.
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BrokenHabit • 11 minutes ago
Schimmel ist mein Lieblingsbrotbelag
Kratos • 11 minutes ago
Oh ja, dann nimm mich
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Re: Puls der Zeit - Play

#88

Beitrag von Kratos » Mo 25. Jun 2018, 22:22

Josua Kop; sein Büro -> Trainingsraum

Wütend starrte Josua das Telefon an, und wünschte sich, der aufgeblasene Sack auf der anderen Seite könnte allein von seinem Blick getötet werden. Aber, damit das funktionierte musste die Leitung wahrscheinlich noch bestehen. Aber das Freizeichen war deutlich zu hören - man hatte ihn aufgelegt. Normalerweise waren ihm Bürokraten und Versicherungsvertreter und all die anderen Idioten, die der Meinung waren, sie müssten seine Arbeit noch mehr erschweren, als irgendwie nötig, schon genug zu wider. Aber nachdem er sich in den letzten Tagen mehrere Abfuhren eingeholt hatte, hatte er große Lust, doch einfach zum blöden Steinewerfer zu werden.
Er atmete tief durch, und spürte, dass es damit nicht getan war. In ihm brodelte es schlimmer, als in allen aktiven Vulkanen. Er wünschte, es wäre schon Nachtruhe, Zeit zu gehen, aber natürlich war es das nicht.
Dennoch stand er auf, verließ sein Büro und schloss den Raum ab. Die Flure waren vergleichsweise still; die meisten Jugendlichen waren entweder noch nicht wieder da, oder auf ihren Zimmern, und er begegnete keiner Menschenseele. Worüber er verdammt froh war.
Im Trainingsraum war das anders; auf den ersten Blick sah er einige jüngere Kinder, und Colin, der wie ein besessener auf einen Boxsack einprügelte. Nicht, dass er es ihm verübeln könnte. Würde er daran glauben, hätte er Colin längst mal zu einem Exorzisten geschickt, und gerade war es förmlich eine Entspannung, dem Jungen zu zusehen, wie er den Boxsack vermöbelte.
Er riss sich los, und steuerte auf einen eigenen Boxsack, unweit dem von Colin zu, und beschäftigte sich eine ganze Weile einfach damit, sich die Gesichter von Vertretern vorzustellen, und wie sie aussehen würden, wenn sie ihm gerade wirklich gegenüber hängen würden. Ein gutes Gefühl.
Bis in seinem peripheren Sichtfeld jemand auf den Boden sackte. Reflexartig drehte er sich zur Seite, um sich zu vergewissern, dass nichts ernstes geschehen war, als ihn der Rückschwung des Boxsacks sehr ungünstig an Lippe und Nase traf, und beides explodierte.
"Fuck!", fluchte er erstickt, und hielt sich die Hände vor Nase und Lippe, Blut quoll zwischen den Fingern hervor, und sein Kopf dröhnte leicht. Er ließ sich auf die Matte plumpsen, und sah Colin, der jetzt seine Hände betrachtete, an. "Bei dir wenigstens alles in Ordnung?", fragte er.
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Re: Puls der Zeit - Play

#89

Beitrag von Parsifal » Di 26. Jun 2018, 14:27

Colin Nedelko || Trainingsraum im Heim
bei Josua

Colin beachtete die anderen Menschen im Raum nicht. Das Grölen der Kinder, das Schlagen auf die Pratzen oder das Stampfen der Füße auf den Matten. Wenn er trainierte, war die Welt für ein paar Momente einfach nur still. Nun aber, wo er auf den Matten lag und sein Herz schlagen hörte, kamen auch die anderen Geräusche allmählich wieder. Da schrien Kinder. Nicht weit neben ihm schlug Josua auf einen Boxsack ein - mit fast der gleichen Wut, die Colin so oft verspürte. Er fragte sich für einen Moment, welche Laus dem Heimleiter wohl über die Leber gelaufen war, als der große Mann plötzlich zu Boden ging. Der Boxsack schwang heftig zurück und kreiselte an der Kette. Colin richtete sich auf und brauchte eine Sekunde um zu verstehen, was geschehen war. Er ließ die Hände sinken und da brach das Lachen auch schon aus ihm heraus. Womöglich lauter, als ihn irgendjemand je hatte lachen hören. "Klar, ich lasse mich ja nicht von einem Boxsack schlagen", erwiderte er und hielt sich den Bauch, der vom Lachen schon wehtat. Der große Kämpfer war von einem mit Lumpen gefüllten Ledersack niedergestreckt worden! Und es gab tatsächlich Menschen, die großen Respekt oder sogar Angst vor ihm hatten. "Reife Leistung, man." Doch er wollte ja nicht so sein und stand auf. Die abgekühlten Muskeln waren steif und schmerzten leicht, aber es war ein angenehmes Brennen. Wie es nach dem Sport eben war. Aus dem Waschraum holte er ein paar Tücher und warf sie Josua zurück im Trainingsraum vor die Füße. Andere Kinder starrten besorgt herüber, aber sie trauten sich womöglich nicht, Colin zu nahe zu kommen. Er war froh über den Ruf, den er hier bereits hatte.

Henri Forrestier II in Renés Wohnung
bei René Belrosé
Henri lächelte entschuldigend und nippte an seinem Wein. Der Alkohol tat gut und vertrieb die Kälte in seinem Inneren. Und es war wirklich schön, im Warmen zu sitzen und dem Schneetreiben vor den Fenstern zuzusehen. "Er ist eben kein Pferd für die Halle, aber bei dem Wetter kann ich mit ihm schlecht in den Wald", fuhr Henri fort, als René auf das Thema ansprang. Im Wald würde Dangeroux sich alle Knochen brechen und, nun ja - bei einem Pferd war das fast ein Todesurteil. Also war Henri zu einem überfürsorglichen Besitzer geworden und tat alles, damit sein Tierchen sicher war. Bei Renés weiteren Worten musste er aber tatsächlich überlegen. Er hatte schon vergessen, dass er seinem Cousin ein Buch ausgeliehen hatte. Und welches das war wusste er auch nicht mehr. Henri nickte lächelnd und hoffte, seine Ratlosigkeit war ihm nicht anzusehen. Aber außerhalb vom Stall gab es eben kaum etwas wichtiges, da kam es schon einmal vor, dass irgendetwas vergessen wurde. Hätte René ihm besagtes Buch nicht erwähnt, wäre niemals aufgefallen, dass es weg war. Aber er hatte ja einen ehrlichen Cousin. Henri nippte noch einmal am Wein und stellte das Glas dann auf den Tisch zurück. "Ich wünschte, ich könnte auch mal wieder mehr Zeit für das Lesen aufwenden. Aber die fehlt mir einfach."
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Re: Puls der Zeit - Play

#90

Beitrag von Kratos » Fr 29. Jun 2018, 19:58

Josua Kop - Trainingsraum im Heim

Josuas Schädel wummerte immer noch leicht, oder sehr stark, er war sich nicht ganz sicher. Irgendwo rauschte es, und sein primärer Zustand war verwirrt. Allmählich ließ das Hämmern in seinem Kopf, zu Gunsten eines weniger starken Bummern in der Nase nach. Seine Nase, aus der immer noch Blut quoll, als habe er sich zum freiwilligen Spenden entschieden.
Er hielt seine Finger schützend davor, und grummelte etwas unbestimmtes, auf Colins Reaktion. Das war also der Dank dafür, dass er sich Sorgen um ihn machte. Verdammter Dreckskerl. Jungs wie er waren der Grund, dass er sich manchmal fragte, wozu er sich eigentlich die Mühe machte. Und natürlich auch die Antwort. Als Colin ihm die Tücher hinwarf, nahm er sie auf, stopfte seine Nase damit zu und sah ihn an. "Danke" brachte er gedämpft heraus, während er seine blutigen Hände abwischte und aufstand. Ihm war immer noch ein bisschen schummrig, aber es ging wieder. Die Überraschung war auf jeden Fall von ihm abgefallen, auch, wenn er trotzdem sicherheitshalber aus der Reichweite des leicht pendelnden Boxsackes ging.
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