Eden - Ringe 1,2,3

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Kratos
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Eden - Ringe 1,2,3

#1

Beitrag von Kratos » Do 11. Jan 2018, 21:22

Datum: Donnerstag der 13. Juni 2222
Tageszeit: Ab 17:00
Wetter: 20°C, angenehmer Wind
Handlung: Am Montag haben die Internationalen Filmfestspiele gestartet, die am Sonntag in Feuerwerk enden werden. Die Hauptvorführbühne steht im Vergnügungsviertel von Ring 1, und hat heute Komödien zum Hauptthema. Die Highlights der letzten Tage werden auf kleinen, öffentlich einsichtigen Plätzen in Ring 2 und 3 ausgestrahlt, und sind ohne Karten anzusehen. Außerdem befindet sich natürlich viel Prominenz in der Stadt, weshalb die Abriegelung der Verbindung in die unteren Ringe mit Einbruch der Dunkelheit beginnt - bis dahin sind es allerdings noch einige Stunden.
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Re: Eden - Ringe 1,2,3

#11

Beitrag von Parsifal » Sa 10. Feb 2018, 12:12

Nikita Smirnow [Mafia II Aktive Problembehebung]
in Jakows Trainingshalle → Imbiss

Ohne eine Antwort zu geben setzte sich Nikita in Bewegung und drehte eine Runde durch die Halle, knipste in jedem Raum das Licht aus. In den Umkleidekabinen roch es stark nach Männerdeo und Schweiß, obwohl heute niemand hier gewesen war. Der junge Mann rümpfte die Nase und schlug auf den Schalter, ehe er am Eingang auf Jakow wartete. Dieser brauchte nicht lang und erschien bald aus seinen privaten Räumen. Nikita zuckte auf Jakows Frage hin nur mit einer Schulter und begab sich nach draußen. Obwohl es für Edens Verhältnisse gar nicht so sommerlich heiß war, fühlte Nikita sich wie gebraten. Dies waren einfach nicht seine Temperaturen. Er lief einfach los die Straße entlang - natürlich hatte er seinen Standardimbiss nicht weit von der Trainingshalle entfernt, wo er immer aß, wenn er vom Training kam. Oder sonst immer, es war ja nicht so, als würde er jeden Abend kochen. Nikita streckte die Händen in die Hosentaschen und hielt den Blick auf den Boden gerichtet, während er lief. Es dauerte nur wenige Minuten bis zu der Seitenstraße, in der sich ein paar kleine nun geschlossene Geschäfte und ein einziger offener Imbiss befanden. Es wehte nun schon ein Geruch von Essen entgegen. Nikita sah hoch zu dem Schild und blickte dann zu Jakow herum. Es war zwar Fertigessen, aber auch hier gab es ein paar gesunde Sachen und relativ gutes Fleisch. Genau das, was ein Körper nach dem Training brauchte.

Jill Riley [System II Soldat]
Café Bach→ bei Isa Fell

Das Wetter war angenehm und es war schön, einfach nur ein T-Shirt und Jeans statt der Uniform zu tragen. Jill genoss die Sonne auf ihrer Haut und spürte ein Kribbeln auf ihrem Kopf unter den Haarstoppeln, und ausnahmsweise schwitzte sie mal nicht, sondern konnte sich ganz und gar wohlfühlen. Seit gut einer Stunde spazierte sie nun schon durch Edens Straßen, sah hier und da ein paar Menschen zu, die die Filmfestspiele genossen. Auch sie tat es, doch war sie heute nach Tagen des Dienstes nicht ganz in der Stimmung für ausgelassenes Feiern. Sie brauchte immer ein paar Tage, um sich zu akklimatisieren und ihre militärische Disziplin abzulegen. Nun war es langsam Zeit für eine Pause und vielleicht einen Tee zum Abschluss des Spazierganges, ehe sie wieder in ihre stille Wohnung zurückkehren musste. Jill betrat das Café Bach und sog den köstlichen Duft im Inneren ein. Es war relativ voll, aber das war an einem Tage wie diesem nicht verwunderlich. Die Soldatin ließ den Blick über die besetzten Tische schweifen und hielt nach einem freien Platz ausschau, an dem sie niemanden stören würde - und steuerte dann zielstrebig jenen an, an dem nur eine Frau saß. Jill wusste nicht genau, woran sie es festmachte, aber diese Frau war definitiv keine Zivilistin. Ein Polizist vielleicht, oder mehr noch ein Soldat. Man erkannte solche Menschen inmitten anderer einfach an ihrer Körperhaltung, an der Gestik und Mimik. Jill selbst erwischte sich oft genug dabei, wie sie sich 'anders' verhielt. Vor dem Tisch blieb sie stehen und lächelte höflich. "Entschuldigung, dürfte ich mich zu Ihnen setzen?"
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Jakow Medved [Mafia II Aktive Problembehebung] - Ein Imbiss in Eden, mit Nikita

#12

Beitrag von Locksley » So 11. Feb 2018, 13:26

Statt eine Antwort zu geben lief Nikita einfach vor, aber damit hatte Jakow auch kein großes Problem, also ging er einfach hinterher. Er kannte fast nur die Imbisse in der Gegend, die Lieferten, aber die meisten waren ganz anständig und Nikita würde schon etwas Vernünftiges aussuchen. Im Optimalfall sogar mit Schattenplätzen oder zumindest gekühlten Getränken. Der Sommer war nicht seine Jahreszeit und wenn er damit auch wahrscheinlich Klischees bediente, Jakow mochte kühle Temperaturen lieber, also Herbst und den Winter erst Recht.
Sie liefen nicht sonderlich lange, bevor Nikita stehenblieb und Jakow das Schild und den Innenraum des Imbisses betrachtete und sich ein Urteil über Nikitas Wahl bildete. Es war nichts Besonderes, ein ganz gewöhnlicher Imbiss eben, doch das reichte ja auch vollkommen. Solange das Essen gut war hatte Jakow sicher nichts zu bemängeln.
Nikita wartete anscheinend noch seine Entscheidung ab, also zuckte Jakow schließlich mit den Schultern, brummte seien Zustimmung in Form eines schlichten „warum nicht“ und trat näher, bis er die Tafel mit der Auswahl und den dazugehörigen Preisen lesen konnte. Wenn Nikita öfter herkam würde er ja bestimmt schon wissen, was er wollte, doch Jakow nahm sich noch die Zeit, um die Auswahl zumindest grob zu überfliegen, bevor er ebenfalls an die Theke trat, um zu bestellen.
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Luke Madson | Gangleader, Mad Hatter; Ring 3 -> Innenstadt, mit Ray

#13

Beitrag von Kratos » Mo 26. Mär 2018, 18:16

Luke schnaubte missbilligend. Es wunderte ihn ein wenig, dass bei Ray nichts los war. Wahrscheinlich war sie nur wieder auf so 'nem Trip, bei dem sie niemanden an sich ranließ, und jeden Interessenten einfach so sehr verstörte, dass sie am Ende allein war.
Das war nicht gut. Sie war klug, sie war witzig, sie hatte nur ein paar ... Macken.
Aber seine Gedanken wurden abgelenkt, als sie begann, an seiner Musik rumzukriddeln. Siehst du, dachte er, genau deshalb bist du allein. Er trat aufs Gas. "Du weißt doch", sagte er, "mein Auto, meine Musik."
Der Verkehr im dritten Ring war deutlich zäher, und Luke wendete zwei mal haarscharf und laut fluchend, um irgendwelchen Stichprobenkontrollen zu entgehen.
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Raynara Azikiwe [Hatterin|Neutral] Ring 3; im Auto mit Luke

#14

Beitrag von Denarya » Mi 28. Mär 2018, 16:51

Sie wusste genau, was dieses Schnauben zu bedeuten hatte. Luke hatte mal wieder sein Vaterinstinkte ausgepackt und in drei, zwei, eins würde er ihr eine Gardinenpredigt halten, dass sie gefälligst nett zu anderen Kindern auf dem Spielplatz sein sollte und die Blume nehmen sollte, wenn man ihr eine anbot. Zu ihrer Überraschung tat er das nicht – was auch gut war, denn solche Gespräche endeten meist damit, dass Ray genau wie eine genervte Teeangertochter davonstürmte, und das würde sich in einem Auto eher schwierig gestalten.
Wie gut, dass sie ihn mit der Musik abgelenkt hatte. Und einen Moment später war auch das egal, denn ihr Anführer meinte, eine bequeme Autofahrt in einen Rodeokampf zu verwandeln – „Wow, deine Musik passt immerhin zum rasanten Fahrstil. Jetzt versteh ich, das ist deine Masche, um zu verstecken, dass du alt wirst.“ Der zweite Seitenhieb auf sein Alter heute. Bald würde sie sich etwas Neues einfallen lassen müssen. Ugh. „Wie wär’s, wenn du einfach irgendwo parkst und wir den Rest laufen?“
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Luke Madson | Gangleader, Mad Hatter; Ring 3 -> Innenstadt, mit Ray

#15

Beitrag von Kratos » Mi 25. Apr 2018, 20:24

Luke grummelte irgendetwas unverständliches. Er war nicht alt. Und das wusste sie ganz genau. Dass diese Scherze von Zeit zu Zeit in Ordnung, auf Dauer aber irgendwie nervig waren, wusste Ray nur allzu gut.
Allerdings hatte sie zumindest mit einem Recht: Mit dem Auto würden sie nicht mehr wirklich weit kommen. Er bremste, und parkte vor dem Parkverbotsschild, dem einzigen freien Platz in dieser Straße. "Na dann", sagte er, als er ausstieg, und die Schlüssel in der Tasche verschwinden ließ. "Wo möchtest du dir deine unnötige Energie denn heute ablaufen?", fragte er, und fühlte sich plötzlich, als würde er mit einem Schoßhündchen reden, mit dem er erst ein Stück Auto gefahren war, bevor der eigentliche Spaziergang losging. Es gab doch angeblich Menschen, die so etwas unnötiges taten.
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Raynara Azikiwe [Hatterin|Neutral] Ring 3; Innenstadt mit Luke

#16

Beitrag von Denarya » Mo 30. Apr 2018, 16:55

Ray wusste, dass sie sich gerade ein bisschen kindisch verhielt. Aber sie sprudelte über vor Energie, als wäre ihre Langeweile ein Vulkan, der in einer gewaltigen Menge überschüssiger Energie explodiert war. Also hatte Luke genau recht mit seinem Tonfall und seinem Ausdruck, der sie behandelte wie ein kleines Mädchen, das Auslauf brauchte. Aber das brauchte sie schließlich auch! „Also, zuerst möchte ich einen Kaffee“, erwiderte sie und begann mit großen Schritten und offenen Augen nach einem Wagen oder einem Geschäft zu schauen. Es musste ja nicht immer alles illegal sein – dafür konnte sie sich auch später noch begeistern. Apropos… „Und danach dachte ich, ich könnte mein Taschengeld vielleicht etwas aufbessern?“ Und es war außerdem unauffällig genug, als dass Luke etwas dagegen sagen würde. Sie würden nur ein bisschen Unruhe schaffen…
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Zeitsprung

#17

Beitrag von Kratos » Di 22. Mai 2018, 11:23

Datum: Freitag, 29. August 2222
Tageszeit: Ab 16:00
Wetter:
Eden: Starker Wind, Regenfälle, 4°C (Sturmwarnung wurde ausgegeben)
Station Alpha: Wolkiger Himmel, windig, 5°C

Eden Ring 1, 2, 3
Handlung: Seit mehreren Wochen regnet es scheinbar ununterbrochen, mal mehr, mal weniger heftig. Für die nächsten drei Tage wurde eine Sturmwarnung ausgegeben, die dazu führt, dass die meisten Leute versuchen, irgendwie ihr Hab und Gut zu schützen, und Vorräte einzulagern. Abgesehen von Supermärkten machen die meisten Geschäfte und Firmen heute spürbar früher zu.

Mafia: Die Mafia trifft sich in Shakespeare‘s Dinner, sowohl um Maßnahmen bezüglich des Unwetters zu diskutieren, als auch, um einen anderen, den meisten bisher unbekannten, Punkt abzuhaken.
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Jasper C.S.M Hayden; Seine Firma -> Nachhause

#18

Beitrag von Kratos » Di 22. Mai 2018, 11:58

Jas zog die Bürotür hinter sich zu, und strich sich die Haare aus dem Gesicht. Das Gebäude war leer - mit Ausnahme von ihm. Die meisten Mitarbeiter im Innendienst hatte er vor einer Stunde heimgeschickt, und die Außendienstler hatten - Moment.
Er hielt inne, und zog sein Handy heraus, öffnete seinen eigenen Email-Ausgang. Nein, da war keine Mail. Er schnalzte mit der Zunge und tippte schnell eine formlose Mail an alle Mitarbeiter:
"Bevor ich es vergesse:
Wer rausguckt, hat vielleicht die drei - vier Regentropfen bemerkt. Ich hatte ein paar weniger erfreuliche Telefonate, aber bei dem Wetter lass' ich niemanden stundenlang draußen rumstehen. Gebäude-Aufträge sind also bis auf weiteres gecancelt. Personenschutz nicht inbegriffen.
Bitte meldet euch, wenn ihr Hilfe braucht.

Jas.

Er schickte sie ab. Von Förmlichkeit am Arbeitsplatz hielt Jas wenig. Diese Leute waren wie seine Familie, und sie riskierten für ihn viel. Da war es nur fair, wenn er sie mit Gesprächen auf Augenhöhe belohnte.
Als er das Gebäude verließ, spürte er den kalten Wind, der auf seine Haut peitschte, und den Regen, der gegen ihn prasselte. Schirm oder Kapuze mitzunehmen hatte er schon aufgegeben. Bei dem Wind würde ihm der Schirm nur aus der Hand gerissen werden. Er nahm die letzten Schritte zu seinem Auto im Laufschritt, und war heilfroh, als er die Tür zwischen sich und dem Unwetter verschließen konnte.
Regen war in Eden normal, aber so viel und so früh im Jahr, machte ihm Sorge. Zwar hatte er noch keine Berichte von Todesopfern gehört, aber ein Teil von Jas war sich dessen bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit sein konnte.
Während er sich durch die vollgestopften Straßen quälte, sah er immer wieder Leute mit massiven Vorräten aus Supermärkten kommen. Er selbst hatte heute morgen eine ziemlich große Liste abgearbeitet, deren Endprodukt nun bei ihm im Kofferraum lag. Viel Zeug, mit dem Nathan sicherlich irgendetwas anfangen würde.
Seine Gedanken schweiften zu seiner kleinen Familie zuhause, den zwei Kleinen und seinem Ehemann, und unwillkürlich musste er lächeln. Er war froh, dass er jetzt erst einmal eine Weile nicht auf die Arbeit musste. Er hatte die letzten Dinge, die er brauchte, um sein Büro fürs Erste nach Zuhause verlegen zu können, dabei.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war er zuhause. Normalerweise würde er in der Tiefgarage parken, doch momentan war ihm das zu unsicher. Zwei Ecken weiter war ein großes Parkhaus, in das er das Auto stellte, nachdem er die Einkäufe und den Papierkram in den Aufzug gestellt und nach oben geschickt hatte.
Als er selbst endlich das Gebäude betrat, in dem er lebte, war er absolut durchnässt, und seine Haare fielen ihm in Strähnen ins Gesicht. Er eilte die Treppe hoch, und keuchte ein wenig, nachdem er oben war. Bevor er aufschloss, holte er alles an Einkäufen aus dem Fahrstuhl, und arrangierte sich so mit diversen Hänkeln und Schlaufen, dass er alle Tüten und Taschen tragen konnte.
Die Chipkarte aktivierte den Riegel, und die Tür glitt leise auf.
"Ich bin wieder zuhause!", rief er, als er hineintrat, und sich die triefnassen Schuhe auszog. Seine Socken waren ebenso nass, und er tropfte.
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Jakow Medved [Mafia II Aktive Problembehebung] - Shakespeare‘s Dinner

#19

Beitrag von Locksley » Di 22. Mai 2018, 18:49

Jakow lehnte an einer Wand, hielt die Arme vor der Brust verschränkt und überlegte, ob er heute wohl noch nach Hause kommen würde. Jeder Windstoß draußen schien noch energischer zu sein, als der Vorausgegangene, Regen wurde unbarmherzig durch die Straßen getrieben, wie klitzekleine, eiskalte Geschosse. Immerhin war er im Dinner angekommen. Seine Haare nass, aber der Anzug hatte nichts abbekommen. Dem mutigen Fahrer, der ihn hergebracht hatte, hatte er ein extra großzügiges Trinkgeld gegeben.
Wahrscheinlich wäre es klüger, mit der Rückfahrt nach Ring drei abzuwarten, bis der Sturm sich etwas gelegt hatte. Es regnete seit Wochen, doch so stürmisch war es in dieser Zeit selten gewesen. Mittlerweile machte Jakow sich ein wenig Sorgen um seine Halle. Am Ende würde er also vermutlich doch durch den Sturm heimkehren, um sicherzugehen, dass sein Zuhause in seiner Abwesenheit nicht abgesoffen war.
Leise grummelnd hob Jakow eine Hand und fuhr sich durch die durchnässten Strähnen.
Ja, er war mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, als mit dem Grund, warum sie hier alle versammelt waren. Noch ging es ja aber nicht los. Hatten es bei diesem Wetter überhaupt schon alle hergeschafft?

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William Shakespeare [Mafia; Anführer] || Shakespeare's Dinner

#20

Beitrag von Kratos » Do 7. Jun 2018, 19:16

William trat aus seinem Büro heraus und besah sich die überschaubare Menge an Leuten, die bereits da waren. Eigentlich hatte er um ein Treffen um sechzehn Uhr gebeten, aber bei den herrschenden Bedingungen konnte er es schlecht jemandem übel nehmen, dass man zu spät kam. Wer nicht unbedingt ein Ruderboot besaß, musste aktuell mit Verspätungen rechnen.
Im Versammlungsraum roch es nach nassen Haaren und nasser Kleidung, und die Stimmung war angespannt bis schlecht. Wer sich gerade erst durch das Unwetter gekämpft hatte, schöpfte noch nach Atem, oder war angesichts der wenigen, bereits anwesenden Leute verstimmt.
William war erleichtert, dass Sam auch noch nicht da war. So war die Wahrscheinlichkeit, dass sie einander im Gewimmel über den Weg liefen, eher gering. Wenn es nach ihm ginge, so musste Sam sich gar nirgendwo mehr blicken lassen, aber eine wirkliche Wahl hatte in der Hinsicht nicht. Sein Blick fiel auf Jakow Medved in der rückwärtigen Gegend des Raumes. Der Wory sah so ziemlich aus, wie die Personifizierung der Laune, die im Raum hing. Ein leises, ironisches Lächeln teilte kurz Williams Lippen, ehe er auf ihn zuging.
"Jakow", sagte er, und streckte seine Hand zum Gruß aus. "Wie schön, dass du es schon hergeschafft hast."
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